Tag Archives: Luftzirkulation

Aufbewahren der Pastellmalerei

Die wichtigste Aufgabe für das Aufbewahren von Pastelle ist das entsprechende Klima im Raum (50 – 55% Luftfeuchtigkeit und 18° bis 20°C Raumtemperatur) zu gewehrleisten und die Bilder von mechanischen Schäden und Staub zu schützen. Stabilität der Raumbedingungen ist entscheidend. Die minimalen Klimaschwankungen sind für Objekte nicht sehr dramatisch, sie dürfen aber 40 – 65% Luftfeuchtigkeit und 15 – 24°C Raumtemperatur nicht übersteigen.
Die Bilder, die nicht eingerahmt und restaurierungsbedürftig sind, müssen erstmal in einen Schachtel aus säurefreiem Karton, gelegt werden.
Die Pastelle, die aufgespannt sind, muss man im senkgerechten Zustand aufbewahren, damit keine Deformationen des Trägers stattfinden. Bei großformatigen Gemälden kann sogar das Glas sich verbiegen.
Im idealen Fall müssen die Pastelle im eingerahmten Zustand (entsprechende Montage) auf einem Metallgitter, das zur Innenwand montiert ist, aufgehängt werden. Die richtige Montage verhindert das Durchdringen vom Staub, die Hängung am Metallgitter ermöglicht eine gute Luftzirkulation.
Alle diese Bedingungen muss man auch während der Ausstellung der Pastelle erfüllen. Die Belichtung des Objekts darf nicht 30 – 50 Lux übersteigen, weil die Pastelle besonders empfindlich sind. Man soll das direkte Sonnenlicht vermeiden und die künstliche Beleuchtung in einer Entfernung von einem Meter installieren. Die Pastelle dürfen nicht länger als drei Monate ausgestellt werden.

Die Schweizer Ausgabe

Die Schweizer Ausgabe von 1977 über die Restaurierung von Zeichnungen und Druckgraphiken widmete der Pastellrestaurierung nur fünf Seiten. Man empfiehlt den Schimmel mechanisch mit leichter Berührung des Fingerspitzes zu entfernen oder sogar zu blasen. (!) Die Stellen sollte man abkratzten und dann retuschieren. Falls, wie der Autor schreibt, die Retusche auf dieser Oberfläche nicht möglich ist, muss man die Stelle entsprechend bearbeiten und die raue Struktur vom Papier (Gouache mit Feinstaub aus Bimsstein gemischt) wiederherstellen. Bei der Rissverklebung und Bearbeitung der Fehlstellen benutzt man das gleiche Verfahren wie bei den anderen Arbeiten von Grafiken, nur unter Verwendung eines dickeren Klebstoffs. Auswaschen von Pastelle ist nur in extremen Fällen erforderlich.

Viel mehr Aufmerksamkeit widmet der Autor der Montageproblematik. Er empfiehlt einen Rahmen aus profilierten Eichenholzleisten zu verwenden um den gewissen Abstand zur Malerei zu gewinnen, und die Rückseite aus einer perforierten Pappe anzufertigen. Solche Konstruktion bietet Sicherheit für Pastelle, gute Luftzirkulation und ermöglicht einfache Demontage.